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Wir empfehlen: | |||||||||||||
Ein Vergleich ist vielleicht auch mit Marion Zimmer Bradley angebracht, die
selbst eine längere Kritik über den Herrn der Ringe geschrieben
hat und Tolkien sehr schätzt. Ihre Werke (ich kenne sie bis jetzt nur durch
Erzählungen) spielen in der Vergangenheit. Im Gegensatz zu Tolkien ist
diese Vergangenheit schon deutlicher definiert. Sie schreibt im Mittelalter, zur
Zeit der Helden um König Artus, geht aber auch bis in eine Zeit davor
zurück, wo die Kultur von dem mysteriösen Atlantis anzusiedeln ist.
Ihre Werke sind auch Phantasieschöpfungen, nur daß sie zum Teil eine
bereits deutlich definierte Welt nutzt.
Diese klaren Vorgaben aus Tolkiens Welt, oder Welten anderer Autoren
(phantastische oder reelle) nutzen diejenigen aus, die die sogenannten
Rollenspiele spielen. Bei diesen Spielen lenkt jeder Mitspieler eine Person
durch ein Abenteuer, welches aus den eigenen Entscheidungen der Mitspieler
entsteht. Bei diesen Rollenspielen, die von einigen überwiegend
jüngeren Menschen gespielt werden, gibt es bei jedem Spiel einen
Spielleiter, der darauf achtet, daß die Handlung der Personen im Rahmen
der vorher festgelegten Welt bleibt. Weil Tolkien eine so außerordentliche
Phantasie hatte, haben fast alle dieser Rollenspieler seine Bücher gelesen
und kennen sich in der Welt Mittelerde aus.
Tolkiens Werke sind sicherlich auch von der nordischen Mythologie und
ähnlichen älteren literarischen Werken (wie z. B. der Edda)
beeinflußt. Interessant ist auch, daß ein so christlicher Mensch wie
Tolkien seinen Personen keinen festen Glauben gab. Der einzige
größere religiöse Aspekt in seinen Werken ist der große
Kampf zwischen Gut und Böse, nur daß das Gute nicht so einfach mit
einer Person definiert wird, wie das Böse. Daneben muß man auch
sehen, daß die Valar aus dem Silmarillion auch eine Art
engelhafter Wesen darstellen.
Tolkien hat in seinen Werken politische Aspekte (einzelne Königreiche,
Kriege usw.) mit nordisch - heidnischen Zügen (Inspiration der nordischen
Mythologie), sowie mit mittelalterlich - christlichen Zügen (Kämpfe
zwischen Gut und Böse) kombiniert, wenn man alle seiner Werke, die in
Mittelerde spielen, in dieser Betrachtung berücksichtigt.
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